Frieden braucht Vielfalt - Friedenslicht aus Bethlehem

Frieden braucht Vielfalt - Friedenslicht aus Bethlehem
| Sebastian Zezulka | DPSG Bayreuth

Am dritte Advent, den 16.12.2018 holen die Pfadfinder*innen der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) und des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) gemeinsam das Friedenslicht in Nürnberg ab und bringen es mit dem Zug nach Bayreuth. Um 18 Uhr findet dort die ökumenische Aussendungsfeier in der Heilig Kreuz Kirche statt. Das vom Österreichischen Rundfunk (ORF) in der Geburtsstadt Jesu entzündete Licht wird alljährlich am dritten Adventswochenende durch Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Europa weitergegeben.

„Niemand weiß, welche Formen der Frieden haben wird.“
(Lord Robert Baden-Powell, Gründer der Weltpfadfinderbewegung)

Das Licht ist das weihnachtliche Symbol schlechthin. Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes aus Betlehem wird – seit 25 Jahren – an die Weihnachtsbotschaft „Friede auf Erden“ und den Auftrag, den Frieden zu verwirklichen, erinnert. Frieden braucht Vielfalt! Um ein friedliches Miteinander zu erreichen, braucht es Toleranz, Offenheit und die Bereitschaft „aufeinander zu zu gehen“, wie es das Lied von Sven Schuhmacher beschreibt. Das Friedenslicht verbindet auf seinem über 3.000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Nationen und Religionen miteinander. Denn alle eint der Wunsch nach Frieden, auch wenn er – gerade im Heiligen Land, aber auch bei uns in Deutschland – oft sehr zerbrechlich und unerreichbar scheint.

Seit 1994 verteilen deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem und sorgen dafür, dass dieses Symbol der Hoffnung auf Frieden an Weihnachten in zahlreichen Kirchengemeinden und Wohnzimmern, Krankenhäusern und Kindergärten, Seniorenheimen, Asylbewerberunterkünften, Rathäusern und Justizvollzugsanstalten leuchtet.

Friedenspfadfinder*innen

Pfadfinderinnen und Pfadfinder leisten aktive Friedensarbeit. Sie suchen den Dialog mit Menschen anderer Überzeugungen. Mit vielen Aktionen bekennen sie nicht nur ihren Glauben und ihre Überzeugung, sondern treten aktiv für Frieden und Gerechtigkeit ein.

In unserer pluralistischen Gesellschaft bekommt der eigene Standpunkt immer mehr Bedeutung. Nur, wer seine eigene Identität kennt, kann erfolgreich den Dialog mit anderen Menschen suchen. Die kleine Flamme aus einer der Krisenregionen der Erde gibt einen konkreten Anlass, persönliche Wertvorstellungen und das, was Menschen verbindet oder trennt, neu zu überdenken. Aufbauend auf der Botschaft Jesu Christi sind die Aktionen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder bei der Weitergabe des Lichtes  Ausdruck des Glaubens und Zeichen der Zuwendung zum Nächsten.


www.friedenslicht.de